Sonntag, 13. Januar 2019

Niemals, Niemals, Nicht-Land

Von weitem sah die Stadt wundervoll aus. Unglaublich, selbst der Himmel schien sich der Farben und Schönheiten anzupassen. Bäume so hoch wie Berge, eine Blütenpracht so unsagbar wunderschön das einem die Tränen kommen könnten. Ich konnte alles ganz genau sehen. Ich war dem Ziel so nah ich konnte die Luft schon schmecken. Die süße der Blüten, den Geschmack der Trauben in meinem Mund und der Wein, was werden die Menschen dort nur für exelenten Wein trinken. Und wie werden erst die Frauen dort riechen und schmecken.
Ich wachte auf auf, aus einem Traum. Erschrocken und fröstelnd und das in einer Wüste. Habe ich das alles nur geträumt und war zumindestens die Silouette der Stadt am Firmament sichtbar. Und doch, es war am Horizont etwas sichtbar, wieder kroch mir der süße Duft der Blüten in die Nase und ich konnte das Meer riechen. Eine kühle Brise, deshalb war mir auch für ein Moment kalt. Eine Luftspiegelung wäre möglich und die könnte meine ganze Vorfreude kaputt machen. Ich hatte so unendlich Durst aber nicht nur nach Wasser, nein auch nach Farben und Menschen und deren Stimmen. Ich setzte mich in Bewegung, überall war Sand überall. Er kroch in die kleinsten Ritzen und Ecken. Ich schleppte mich weiter und weiter aber je näher ich dem Bild kam das vor meinen Augen tanzte je fahler wurde alles. Nein, eine Luftspiegelung war es nicht aber eine Augenweide auch nicht. Alles verblasste, die Farben, die Düfte selbst der Himmel verdunkelte sich. Zu guter Letzt fand ich statt Menschen Wasser aber meinen Durst konnte ich nicht löschen ich war zu tiefst traurig und marschierte weiter. Maschierte weiter, immer auf der Suche.

Gruß euer Marko Leopold

Samstag, 12. Januar 2019

Paket hin oder her....3 Teil

Nachdem ich heftigst durchgerüttelt mal  eine ruhige Nacht hatte tat sich am nächsten Tag was. Man hatte sich wohl geinigt in welche Richtung es geht. Obwohl ich mich genau erinnern kann das die Leute dadraußen schon alleine Schwierigkeiten hatten wohin ich soll. Dann sollen die Paketzuweiser wissen woher ich komme. Na ich weiß nicht! Ich bezweifle stark das das gut geht. Ich hab ja versucht mit dem Leuten zu reden aber keiner versteht mich oder hört mich. Das mit der Reinkarnation ist eine ziemlich schwierige Sache. Ich war mit den Nerven runter, ich ging wie auf Pappe. Die Reise ging wohl weiter, ich wurde ja auch schon lange nicht mehr geworfen und befingert. So muss das erste mal für ein Mädchen "Patting" sein. Überall Finger aber so richtig darf man(n) nicht. Man warf mich auf ein Laster und ab ging die wilde Fahrt. Wilde Fahrt war nicht untertrieben ich war kurz davor mich zu übergeben. Die Sache wäre eine schöne Schweinerei bei meinem Inhalt. Ich befürchte auch stark das ich Inkontinent bin denn irgendwas sifft in meinem Karton und es ist nicht schön. Oh Heiland komm herbei und befreie mich von dieser Ungnade. Hatte ich meinen Teller irgendwann mal nicht leergegessen und jetzt muss ich dafür büßen. Leck mich am Karton aber ehrlich.
Die Pranasache hab ich versucht aber von Luft und Liebe allein kann doch keiner leben. Ausserdem hapert's bei mir mit dem Glauben hie und da. Meine Hoffnung, das da einfach was schief lief. Nun ja beides fängt mit K an. Kater/Karton, eine einfache Verwechslung ist doch möglich. Obwohl ich schon überrascht bin, Gegenstände???

Gruß euer Marko Leopold

Montag, 7. Januar 2019

Ich und der Zulu Mann

Auf einmal stehe ich vor einem Mann. Mindestens 2 Meter groß und so hell seine Augen so dunkel seine Haut. Er bestand nur aus Muskeln. Lange sehnige Arme und in der rechten Hand hatte er einen Speer. Er tanzte, würde ich sagen...es sah zumindestens so aus. Er bewegte sich kein Stück von der Stelle. Er hüpfte auf und ab und summte dabei. Der Krieger benötigte kaum Kraft in die Höhe zu schnellen. Die Oberschenkelmuskulatur zuckte nur minimal und schon hebt er ab. Ich muss den Kopf in den Nacken legen weil er unglaublich hochschnellte. Sein Summen und Brummen das er in einen sonorischen  Klang von sich gab steckte mich an. Ich wünschte ich hätte auch so einen Lederschurtz an den er trägt. Ein Teil seines Schurzes bestand aus Leopardenfell. Er unterbrach keine Sekunde sein Tanz und mehr und mehr verfiel ich seinem gleichförmigen Gesang. Ich summte mit ihm und es schien ihn keineswegs zu stören. Als nächstes versuchte ich in seinem Rhythmus zu springen und mich mit geschlossenen Augen auf ihn einzulassen. Eine Weile so denke ich, weil mein Zeitgefühl völlig verloren, sah ich Bilder; eine Steppe und Löwen weit entfernt Elefanten und Giraffen. Ich sah meinen Krieger im Dickicht aber nur ich sah ihn. Kein Anderer nahm ihn war; eine Herde Antilopen übernahm die Wasserstelle und das interessierte meinen Krieger. Sein Gesicht wirkte klar ich habe noch nie so helle und klare Augen gesehen. Jeder Muskel in seinem Gesicht schien angespannt. Seine Wangen blähten sich nur minimal auf und fielen wieder ein. Sein Mund kaute auf etwas, man sah ihn nicht und hörte ihn nicht. Er wirkte beeindruckend auf mich, keine Frage.

Gruß euer Marko Leopold

Samstag, 5. Januar 2019

Krimi.....Teil 6

Jenny und ich begeben uns auf eine Reise die nicht ohne Risiko ist. Ich stelle das Metronom an, das Tack Tack Tack gefällt uns beiden und beruhigt uns. Ich muss aufpassen das ich nicht eher in Trance gerate als Jenny. Ich muss bei aller Empfänglichkeit die Kontrolle behalten. Ich erzähle in monotoner Stimme eine Traumgeschichte die sich Jenny selbst ausgesucht hat. Ich bin überrascht von ihrer Bereitschaft, vertraue nie zu schnell, sage ich immer. Aber ihre Freundin ist Tot und hier stimmt was nicht. Ein Mann kann eine Rolle spielen. Ein älterer Mann, reizvoll und interessant, mit allen Wasser'n gewaschen. Von Annika fällt jegliche Spannung ab. Die Muskeln werden schlapp und ihr roter Schopf fällt leicht nach vorne. Nun, jetzt wird es Zeit das ich auch die Rückreise antrete. Jenny die jetzt Annika ist, sollte kein Moment alleine sein. Annika! Annika! Als Beobachter kann mich Annika nur unwesentlich warnehmen. Lange habe ich ihr zugesprochen das ich ganz bestimmt in ihrer Nähe bin. Immer bei ihr, das ist für uns beide unerlässlich. Annika! Annika! Keine Reaktion. Ich stehe auf dem Flur vor ihrer Tür. Keine Reaktion, nicht's tut sich. Ich klopfe an die Tür und noch einmal. So unscheinlich wie Annika mich warnimmt hört sie mich wohl auch. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Jetzt sind wir für 20min. in dieser Trance eingebunden. Ich sage absichtlich eingebunden nicht gefangen, weil ich jederzeit das ganze abbrechen kann. Ich trage eine alte Fahrradklingel bei mir. Sobald ich sie benutze ist die Verbindung unterbrochen. Und alles ist beendet wie ein Traum in Nebel gehüllt verfliegt jeglicher Schleier. Was bleibt ist der Klang dieser grässlichen Klingel.

Paket hin oder her....Teil 2

Also dieses Dilemma nimmt kein Ende. Vor allen Dingen das gerüttel und geschüttel. Ein Paket zu sein ist eine Schande und Qual obendrein. Man ist sich wohl nomentan nicht einig ob ich beschädigt bin oder nicht. Ich fühle mich über die Maßen angegriffen oder beschädigt wie immer man es nennen mag.
Oh wenn ich jetzt Kater wäre ich wüsste was ich zu tun hätte, nämlich gar nichts!
Faulenzen mich putzen den NachbarsKater verkloppen und drei Miezen bespringen. Locker trottend trab ich nach Hause, man muss sich auch mal zeigen. Wer der Boss ist ist klar, wenn man eine Katze hat braucht man die Bossfrage nicht zu stellen. Kraulen lassen und den Zweibeinern zeigen wie man chillt. Und was hab ich jetzt, ich lebe diesen Witz aus Pappe und Klebeband. Wenn das ein Test ist? Genau! Vielleicht muss ich mich als würdig erweisen. Nicht umsonst sind Katzen im alten Ägypten heilig gewesen. Jetzt gilt es meinen Papphintern entweder zum Absender oder sonstwohin zu schaffen. Wenn ich diesen Zustand ertrage und aushalte kann es doch sein das ich belohnt werde. Ohhh, das wäre es doch. Und ausserdem bin ich zu tiefst unglücklich, zwischen Adresse und Absender auf einer Poststation. Das kann es doch nicht gewesen sein! Oh das ist nicht von Pappe da schlottern mir der Deckel samt Paketflügel. Ich hab echt Angst, ist nicht gut nicht zu wissen wo man hingehört. Alle grabschen ein an aber keiner will mich. Ich kann die Situation so nicht hinnehmen. Himmel Herrgott das kann es doch nicht gewesen sein!

Paket hin oder her....Teil 1

In meinem zweiten Leben ein Karton zu werden war weiß Gott nicht meine Idee. Eine Laune der Natur, eher wohl ein schlechter Witz vom Chef. Ich hatte ausdrücklich darum gebeten, Ein Kater! Ein immer geiler fetter Kater. Ein trockenes zu Hause und ein warmer Ofen. Was war den jetzt so schwer daran. Spiele ich mit so einem Wunsch schon in der Oberliga? Ein Karton? Was soll das? Weit gefehlt werde ich dauernd begrabbelt bis sich dann jemand entscheidet mich zu befüllen und der Post zu übergeben. Nein!!! Hey, womit habe ich das verdient. Hallo??? Nach der Posttortour kackt ein Hund in mein inneres, was ich mich freue, so eine Scheissidee. Ich hätte meinen Wunsch nicht per EMail schicken sollen. Das war ein Fehler, geb ich zu. Aber mal ehrlich wer hätte denn an Wiederauferstehung oder Reinkarnation gedacht. Na ja, eine nette Lady sucht mich aus. Kaum bei ihr zu Hause kommen Kekse und Marmelade in mein Bauch, na toll ist schon wieder Weihnachten. Alles was nach der Aufgabe bei der Post passierte erinnerte mich an ein Sporttunier. Wie kann man denn einen Karton als Ball verwechseln. Jedenfalls wurde ich mehr geworfen als ein Volleyball. Mir war schlecht, ich hätte mich fast übergeben. Ich war so sauer, jede Kante und Ecke war scharf angespannt. Ihr lasst mich nur einmal fallen, ich platze gleich auf wie eine überreife Pistazie dann habt ihr die Sauerei. Dieser wertvolle Inhalt von selbstgemachter Marmelade und selbstgebackenen Keksen scheint hier kein Respekt zu finden. Selbst die Nachtruhe scheint hier keinen Wert. Ich werde hin,- und hergeschuppst. Habe das Gefühl das da einige zu doof sind Frankfurt zu finden. Die Packstation wäre wie Urlaub gewesen aber bis Frankfurt bin ich nie gekommen. Ich gelte momentan als verschollen jawohl verschollen und heimatlos. Das ist die Hölle, Paketkrieg nenne ich sowas.

Freitag, 4. Januar 2019

Kreide braucht das Land....

Ich plädiere für mehr Kreide und weniger Waffen. Denn wenn wir uns mit Kreide zuschmeissen und erschlagen können ist das Ziel der immerwehrenden Waffenruhe gelungen. Der Notstand ist klar ersichtlich in diesem Land. Es mangelt an Lehrern und Fachkräfte in der Erziehung u.s.w. Nun sieht es eher wohl so aus das der Wolf noch weiter Kreide fressen wird um mit falscher Stimme uns etwas vorzumachen. Ein Vorschlag meinerseits wäre Soldaten in Dienst zu stellen wo man Sie wirklich braucht. Ein Leutnant als anerkannter Lehrer und statt nur Mathe kann er gleich Ethik und Moral unterrichten. Den Feldwebel machen wir zu Mutter der Sportstunde. Und nebenbei zeigt er uns wie schnell man laufen kann wenn es um das Leben geht und nicht nur um die Sekunde. Wir brauchen Menschen die mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam lernen ihre Einzigartigkeit zu erkennen. Wenn wir uns dessen bewußt sind besteht die Welt nur aus Unikaten. Mehr Probleme schaffen mehr Lösungen.
Statt der Waffe zerlegen, zerlegen wir das Handy und den Laptop. Und belassen es dabei, bauen es erst wieder zusammen wenn wir unsere Muttersprache beherrschen und miteinander reden statt wie stumme Fische durch das Cityaquarium zu padeln. Nicht Hart sondern Weich ist das neue Hart. Wir begegnen unseren Kindern mit Respekt und salutieren vor ihnen. Was wir nicht beibringen und vorleben wird vergehen und verlernt. Was wäre mit Jobtausch, die Stationsschwester tauscht mit dem Vorstand von VW. Politiker gehen alle in die Produktion.
Ach das wäre doch mal was, viele nennen mich Spinner, Träumer oder Utopist. Ja, das trifft alles zu. Wieviel tragt ihr noch in euch?

Gruß und frohes, gesundes neues Jahr euch allen. Euer Marko Leopold